Ort Von Wissenschaftlichem Interesse Barranco de Ruiz
Beschreibung
Der Ort von wissenschaftlichem Interesse Barranco de Ruiz liegt in einer beeindruckenden und steilen Landschaft.
Empfohlene Jahreszeit: Ganzjährig
Geologie
Dieser Ort ist von einer Schlucht geprägt, die etwasüber 2 km lang ist, an den breitesten Stellen ca. 500 m breit ist und ein schmales Flussbett besitzt.
Die Wichtigkeit dieser Gegend liegt teilweise daran, dass sich hier gut erhaltene Lorbeerwälder, thermophile Wälder und felsenartige Pflanzen befinden.
Es handelt sich jedoch um eine Schlucht, die sich in der Nähe von Dörfern wie El Rosario, La Vera in San Juan de la Rambla und Icod el Alto in Los Realejos befindet.Diese Nähe ist ausschlaggebend für den heutigen Anblick der Landschaft, da der menschliche Eingriff im Laufe der Jahrhunderte einige Stellen der Schluchten in Anbaufelder umgewandelt hat.

Flora und Fauna
Die Flora von Barranco de Ruiz ist vielfältig und verändert sich je nach Höhenlage:
- Im Inneren gedeiht Wolfsmilchgewächs, das hauptsächlich aus Kanaren-Wolfsmilch und Lamarck-Wolfsmilch besteht.
- Arten wie Kanaren-Beifuss und Ampfer verbreiten sich an vielen Punkten dieser Umgebung.
- An den steileren und felsigeren Stellen gedeiht Felsvegetation, wobei der Spatelblättrige Dachwurz gut vertreten ist, sowie einige Exemplare des nicht so gewöhnlichen Baumartigen-Strandflieders.
- In höheren Gebieten erscheinen Landflächen auf denen Kanaren-Johanniskraut und Jasmin wächst, begleitet von der Weidenblättrigen Kugelblume, dem Sparrigen Bocksdorn unddem Herbst Seidelbast.
- An den steilsten Felsen sind vereinzelte Exemplare von Kanaren-Wacholderzu sehen.
- An der oberen Hälfte der Schlucht wächst die Kanaren-Weide, eine Art die an sehr feuchten oder durchgehend bewässerten Gebieten vorkommt.
- Im höheren Teil der Schlucht, bevor es in den Lorbeerwald übergeht, beginnt der Baumheidebuschwald, in dem vor allem Baumheide, Kanaren-Stechpalmen und Gagelbäume gedeihen.
- Unmittelbar danach ändert sich die Pflanzenwelt erneut und wird vom Lorbeerwald erobert. Hier wachsen Arten wie der Echte Lorbeer, die Hohe Picconie,derKanarische Erdbeerbaumund der Barbusano, begleitet von Schöterich und Kanarischem Fingerhut.
Die wichtigsten Wirbeltierarten, die auch teilweise die Erklärung als Schutzgebiet rechtfertigen, sind die Bolles-Lorbeertaube und die Lorbeertaube.
Auβerdem befindet sich hier eines der Nistplätze des Schwarzschnabel Sturmtauchers, was auf Teneriffa kaum bekannt ist. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass dieser Ort nach europäischen Richtlinien zumBesonderenVogelschutzgebiet (ZEPA) erklärt worden ist.
Andere Tierarten die in dieser Umgebung leben sind kleine Vögel, wie der Kanarienvogel, die Blaumeise, die Grasmücke, die Gebirgsstelze, der Buchfink oder das Rotkehlchen, nebst Turmfalken und Mäusebussarden, die an den Felshängen der Schluchten nisten.
Datenblatt
Oberfläche
95,6 ha (0,05% der Insel).
Gemeinden
San Juan Rambla, Los Realejos.
Besondere Pflanzen und Tierarten
Kanaren-Johanniskraut, Weidenblättrige Kugelblume, Sparriger Bocksdorn, Herbst-Seidelbast, Kanaren-Wacholder, Kanaren-Weide, Baumheide, Kanaren-Stechpalme,Echter Lorbeer, Hohe Picconie,Kanarischer Erdbeerbaum, Barbusano, Schöterich,Kanarischer Fingerhut, Bolles Lorbeertaube, Lorbeertaube, Schwarzschnabel Sturmtaucher, Turmfalke, Mäusebussard
Ökosysteme
immergrüner kanarischer Laubwald (Monteverde), thermophiler Wald,Schlucht.
Vorschriften
Die Nutzungsgenehmigungen und die aktuellen Vorschriften für dieses Naturschutzgebiet können Sie auf der offiziellen Website der Kanarischen Regierung einsehen.

Gemeinden
- Los Realejos
- San Juan de la Rambla
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